EPROP FAQ-Seite


Betrieb der Eprop-Software unter »Windows® NT, 2000 oder XP«

Die Software für den Eprop ist – auch in der aktuellen Version 4.54 eine DOS-Software.

Das hat Vor- und Nachteile. Der gravierendste Nachteil ist, dass die Software nicht unter WindowsNT®, Windows2000® oder WindowsXP® genutzt werden kann, da diese Betriebssysteme den Programmen keinen direkten Zugriff auf die Hardware des Rechners gestatten. Die Eprop-Software braucht als DOS-Programm aber einen solchen direkten Hardware-Zugriff. Mit dem Aufkommen von Doppel- bzw. Multi-(Kern-)CPU-Systemen kommt jedoch eine weitere Einschränkung hinzu, so dass hier nicht mehr alle Port-Treiber zuverlässig funtionieren.

Im Folgenden wird erklärt, welche Möglichkeiten es gibt, die Software dennoch unter einem NT-basierten Betriebssystem zu betreiben.


Speicherbausteine
 

Das Betreiben der Eprop-Software unter einem NT®-basierten Betriebssystem wird möglich, wenn man einen Porttreiber installiert, der zwischen der Eprop-Software und dem Betriebssystem vermittelt.

Es gibt mehrere Varianten solcher Porttreiber: kostenpflichtige und kostenfreie.




» DOS-Enabler

(kostenpflichtig)

In die Kategorie der kostenpflichtigen gehört beispielsweise der DOS-Enabler. Eine Testversion kann über die Seite des Herstellers Kithara Software bezogen werden. Die Funktionsweise des DOS-Enablers soll hier aber nicht weiter ausgeführt werden, da man sich - einmal installiert - nur noch um die Deinstallation nach Ablauf der Testzeit oder aber die Lizensierung kümmern muss. Ob die Software auch mit Multikern CPUs läuft, muss beim Hersteller erfagt werden.






» Porttalk

(kostenfrei)

Das einzige uns bekannte Treiberprogramm, das auch auf Systemen mit Multi-CPUs (unter Win2k und Win-XP) stabil läuft und eine gute Performane gewährleistet. Der Start des Treibers ist nur mittels Komandozeilenbefehl (auch innerhalb einer Batchdatei) möglich und gilt nur innerhalb der aktuellen (Consolen-) Instanz. Das Treiberprgramm (AllowIO.exe) wird mit dem Anwender-Programm und dem freizuschaltenden Port (Basisadresse) als Argument gestartet, wobei eine neue Instanz gestartet wird, in der die Appliktion dann läuft. Installion und Betrieb sind sehr einfach. Ein "Schönheitfehler" ist jedoch, dass sich mit Beenden des Anwenderprogramms die Console nicht selbstständig schliesst und manuell (mittels Mausklick) beendet werden muss.

Ein Archiv mit der Software für Porttalk kann über die entsprechende Seite von Beyond Logic bezogen werden. Auf dieser Seite wird auch Funktion, Installation und Betrieb dieses Programm in Englisch ausfürlich erläutert. Deshalb folgt hier nur noch einmal eine kurze, prägnante Anleitung:

Das Archiv "porttalk22.zip" wird in ein Verzeichnis eigener Wahl entpackt. Anschließend öffnet man die »Ausführen«-Befehlszeile (Klick auf »Start« (Win-Logo) und Klick auf »Ausführen...«) und gibt dort die folgende Zeile ein:

c:\<porttalk-Verzeichnis>\AllowIO.exe c:\<eprop-Verzeichnis>\eprop.exe erste Portadresse

Ein Beispiel: Angenommen, die Porttalk-Software steht im Verzeichnis "c:\porttalk\", die Eprop-Software im Verzeichnis "c:\eprop\" und der »Eprop« ist an den Parallelport mit der Adresse 0x378 angeschlossen, dann wäre in das »Ausführen..«-Feld folgendes einzutragen:

c:\porttalk\AllowIO.exe c:\eprop\eprop.exe 0x378

Danach öffnet sich ein DOS-Fenster, dort wird einem mitgeteilt, dass der Treiber ins "System32"-Verzeichnis des kopiert wurde. (Das hätte man zuvor auch händisch erledigen können, vgl. die Anleitung im Porttalk-Archiv). Und anschließend startet im selben Fenster automatisch die Eprop-Software.
Wahrscheinlich ist jetzt noch nötig, innerhalb der Eprop-Software den Port, an den der Eprop angeschlossen ist, einzutragen: "Option" -> "I/O Adresse" "378H LPT-IF".
Anschließend sollte die Kommunikation zwischen Eprop-Software und Eprop funktionieren.
Nach Beenden der Eprop-Software ("Datei" -> "Quit") muss das offenbleibende "DOS"-Fenster durch einen Klick auf das "Schließicon" (kleines Kreuz oben rechts) geschlossen werden.




» UserPort

(kostenfrei)

Bietet eine bequeme Konfiguration mittels Windows-Frontend, ist systemweit funktionsfahig und läuft stabil sowie mit guter Performance unter Win2k und Win-XP, jedoch nur mit Single-CPU. Bei einer etwaigen Deinstalltion ist auf restloses Entfernen der Treiberdateien zu achten! Ggf. nach den installierten Dateien suchen und löschen. Andernfalls sind gelegentliche Probleme beim Windows-Start nicht auszuließen

Quelloffen und kostenfrei ist UserPort von Tomas Franzon. Ein Archiv mit der Software gibt es beispielsweise auf http://www.embeddedtronics.com/public/Electronics/minidaq/userport/ eine knappe (englischsprachige) Erklärung des Programms findet man auf http://www.embeddedtronics.com/design&ideas.html.

Die Installation und Anwendung ist sehr einfach und wird auch in einer dem Archiv beiliegenden pdf-Datei erklärt.

Hier folgt auch noch mal eine kurze Zusammenfassung in Deutsch:

  • das Archiv »UserPort.zip« enthält eine Datei »UserPort.sys« — diese Datei wird in das "c:\windows\system32\drivers" - Verzeichnis (%WINDIR%\SYSTEM32\DRIVERS) kopiert.
  • die Datei »UserPort.exe« wird durch einen Doppelklick gestartet.
  • sollte der Eprop am ersten Parallelport angeschlossen sein, reichen die Voreinstellungen des Programms völlig aus und man muss nur noch auf »Start« klicken
  • UserPort.exe kann anschließend über den Button »Exit« geschlossen werden
  • »eprop.exe« kann über einen Doppelklick gestartet werden
  • die Software sollte jetzt bei der Initialisierung auf die angeschlossene Hardware zugreifen können
  • sollte die Initialisierung trotzdem noch nicht gelingen, kann man innerhalb der EPROP-Software im Menü »Option« - »I/O-Adresse« (unterster Eintrag des Optionen-Menüs) noch einmal einen Reset der Hardware durchführen




» crackNT

(kostenfrei)

Der Windows Gerätetreiber crackNT kann ebenfalls genutzt werden, um mit dem Eprop unter einem NT-basierten Betriebssystem zu kommunizieren. Die Konfiguration und der Start ist nur auf der Kommandozeile (auch als Batchdatei) möglich. Es kann so konfiguriert werden, dass es systemweit funktionsfähig ist, also nicht nur in der aktuellen Instanz läuft. Es läuft einwandfrei auf Win2k-Systemen, jedoch nur mit Single-CPU, hat aber auf einigen Windows-XP Systemen (nur Single-CPU) eine schlechte Performance und neigt zur Instabilität.

Auf der Seite von Prof. Dr.-Ing. Werner Zimmermann an der FHT Esslingen, http://www.it.fht-esslingen.de/~zimmerma/software/start.shtml, kann ein Archiv der Software heruntergeladen werden. Eine Dokumentation (in Englisch) liegt dem Archiv bei, deshalb hier auch nur eine kurze (Back-)Anleitung:

Das Archiv "crackNT_281202.zip" wird in ein Verzeichnis eigener Wahl entpackt. Anschließend muss der Treiber "crackNT.sys" installiert werden. Dafür gibt eine Batch-Datei "crackIns.bat"
Eine »Eingabeaufforderung« öffnen (Start -> Programme -> Zubehör -> Eingabeaufforderung). Dort in das Verzeichnis wechseln, in das das »crackNT«-Verzeichnis entpackt wurde und

c:\<crackNTverzeichnis>\crackIns.bat 

eingeben. Diese Standard-Installation installiert den Treiber so, dass er bei jedem Start von Windows automatisch mit gestartet wird. Dies kann über

c:\<crackNTverzeichnis>\crackstat.bat 

überprüft werden.

Um den Zugriff auf den Port, an dem der Eprop hängt, freizuschalten, muss nun in einer »Eingabeaufforderung« das Programm "iomgr.exe" gestartet werden. Wenn man es ohne Parameter startet, wird eine eine Benutzungs-Hilfe ausgegeben. Um Zugriff auf den Port, an dem der Eprop angeschlossen ist, zu gestatten, wird an der »Eingabeaufforderung« im <crackNTverzeichnis> eingegeben:

iomgr -unlock startPort endPort

"startPort" und "endPort" markiert den Adressbereich, über den die Software mit dem Eprop kommuniziert. Wenn der Eprop am Standard-Parallelport auf Adresse 0x378 hängt, schaltet man den Port mit

iomgr -unlock 378 37F 

frei. Danach kann in derselben »Eingabeaufforderung« die Eprop-Software gestartet werden.

Um den Start der Eprop-Software nach dem Freischalten des Ports zu automatisieren kann man sich auch eine Batchdatei schreiben, die diese Schritte ausführt.

Beispiel für eine »starteprop.bat«

cd c:\eprop\cracknt
iomgr -unlock 378 37F
cd c:\eprop
eprop

Erläuterung des Beispiels:
Den Porttreiber hatte ich in das Unterverzeichnis "cracknt" des Eprop-Verzeichnisses "c:\eprop\" entpackt.Dorthin wird in der ersten Zeile gewechselt.
Die zweite Zeile führt das oben beschriebene Freischalten des Ports aus.
Die dritte wechselt in das Verzeichnis mit der Eprop-Software,
und die vierte Zeile startet die Eprop-Software.
Zu dieser »starteprop.bat« kann man sich einen Link auf den Desktop (oder wohin auch immer man will) legen, und somit die Eprop-Software per Doppelklick starten.

Und hier gibt es das passende Icon für den Link zur »starteprop.bat«:
Im sich öffnenden Fenster einen Rechtsklick auf die Grafik ausführen. "Speichern unter..." wählen und die Datei "eprop.ico" z.B. im Eprop-Verzeichnis speichern. Nach einem Rechtsklick auf den Link kann unter "Eigenschaften" ein "anderes Symbol" ausgewählt werden:
Mit "Durchsuchen..." navigiert man zum "Eprop-Verzeichnis" und wählt dort die Datei "eprop.ico" aus.


 



Leider fehlen bisher ausreichende Erfahrungen zum Betreiben des EPROPs über die Porttreiber unter WindowsVISTA oder Windows7. Es soll auch nicht verschwiegen werden, dass es in der Vergangenheit sehr wenige(!) Mainboards der billigeren Kategorie gab, auf denen alle mir genannten Porttreiber aus nicht bekannten Gründen versagten. Das war unabhängig von der verwendeten CPU und dem Chipsatz. Auch der BIOS-Typ spielte keine Rolle, dem Anschein nach aber die Programmierung des BIOS. Ein Lösung gibt es in solchen Fällen leider nicht. Für Hinweise auf weitere Porttreiber oder Berichtigungen stehen wir Ihnen per Email zur Verfügung.



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